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14.12.2017 - 10:47 Uhr

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Geschichte

Geschichte

Brandbekämpfung vor 1880

Damals war im Falle eines Brandes jeder Mann gefragt. Wasser wurde zum Löschen aus dem Malefinkbach in Eimern zur Brandstelle getragen. Eigens für diese Art der Löschwasserversorgung wurden sogenannte Brandgassen angelegt. Diese Brandgassen verliefen zwischen den aneinander gebauten Bauernhöfen und boten einen schnellen Zugang zum Bach. Noch heute sind zwei dieser Gassen frei zugänglich. Die eine bildet heute eine Verbindung zwischen Sengelskamp und Lambertusstraße. Direkt gegenüber geht eine Gasse geradeaus von der Lambertusstrasse zum Büllerweg.
Doch trotz dieser schon recht durchdachten und vergleichsweise modernen Ortsplanung gab es immer wieder schlimme Brände im Ort. So brannte im Jahr 1764 das Pfarrhaus samt zugehöriger Ökonomiegebäude ab. 1865 wurde eine Handfeuerspritze angeschafft, welche aber schon 12 Jahre später, 1877, durch eine neue Feuerspritze ersetzt wurde. Diese war ein Geschenk der Aachener Münchener Versicherung und wurde dauerhaft auf dem Hof von P.J. Müller (heute Strahl) untergestellt. Es ist nicht ganz sicher wann die erste Feuerwehr in Tetz gegründet wurde. Dass sie aber schon seit über 125 Jahren besteht, beweist ein Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 10. Januar 1881 bei der die Erneuerung des Brandcorps beschlossen wurde.

1880 - 1945

1881 wurde das Brandcorps erneuert. Dabei wurden in erster Linie die Aufgaben der Feuerwehrleute klar aufgeteilt. Um das Jahr 1900 gab es drei größere Brände zu bekämpfen, bei denen Wohnhäuser beschädigt wurden. 1907 wurde das Feuerlöschwesen aufgrund einer Verfügung des Landrates wieder neu geregelt.
Ein Unfall ereignete sich 1922 bei einem Einsatz am Aschermittwoch. Die Scheune und der Stall der Familie Schüller standen in Flammen. Da früher Helme noch nicht zur Ausrüstung gehörten wurde der Feuerwehrmann Friedrich Worms durch einen Dachziegel am Kopf verletzt.
Nachdem die Feuerspritze schon einmal umgezogen war, nämlich vom Hof Müller in einen Geräteschuppen auf der Lambertusstraße, wurde 1925 ein Spritzenhaus an der Schule in Richtung Broich gebaut. Der bis dahin verwendete Geräteschuppen musste einem Wohnhaus weichen.
Im Sommer 1925 stellte ein Brand des Bahnhofes die Feuerwehrleute vor eine schwierige Aufgabe. Die Feuerspritze war zu schwach um das Dach zu erreichen. Kurzerhand wurde ein Zug angehalten um Wasser aus dem Tender zu entnehmen. So konnte das Feuer nach 1 1/2 Stunden gelöscht werden.
1934 bedrohte ein Brand eines Korbweidenschuppens die Nachbarhäuser. Eine Kompanie des RAD (Reichsarbeitsdienst), die an der Rur bei Broich arbeitete eilte herbei und schickte die einheimischen Helfer nach Hause. Die Männer des RADs wollten das Feuer selbst Löschen.

Die Wehr nach dem 2. Weltkrieg

Im 2. Weltkrieg wurde Tetz sehr stark beschädigt. Nicht zuletzt weil das Dorf lange Zeit zum Gebiet der Rur-Front gehörte. Nach der Rückkehr der Tetzer Bevölkerung war man zuerst mit Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten beschäftigt. So kam es, dass die Neugründung der Feuerwehr erst 1956 erfolgte. Dazu meldeten sich 15 Männer, die von Oberbrandmeister Paul Möhring in einem Raum der Schule ausgebildet wurden. Möhring war vor dem Krieg in Schlesien leitend im Feuerwehrwesen tätig. Zum Löschgruppenführer wurde M. Weitz gewählt. Sein Stellvertreter wurde A. Steufmehl. Die Ausbildung wurde im Dezember 1956 durch eine Abschlussübung beendet. Neben der Ausbildung von Feuerwehrleuten wurde noch mehr für den Brandschutz getan. So bekam Tetz im gleichen noch eine Wasserleitung und eine Gerätekarre für die Feuerwehr. Außerdem wurden drei Alarmhörner im Dorf installiert. Im September 1963 wurde eine Sirene auf dem Dach des Hofes Steufmehl installiert, die auch für Luftschutzzwecke genutzt werden sollte.
Seit 1. Juli 1969 gehört Tetz zur Gemeinde Linnich. Dadurch wurde aus der Feuerwehr Tetz, die Löschgruppe Tetz in der Freiwilligen Feuerwehr Linnich. Im November 1971 kam das erste motorisierte Feuerwehrfahrzeug nach Tetz: Ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug), basierend auf einem Ford Transit. Da inzwischen der Platzbedarf gestiegen war wurde im Jahr 1973 ein neues Gerätehaus auf dem Schulhof gebaut. 1979 wurde das TSF an die Löschgruppe Kofferen übergeben, weil ein großes Löschfahrzeug aus Linnich nach Tetz kam. Dieses verfügte über Funk, Atemschutzgeräte und einen 800-Liter-Wassertank. 1994 wurde dieses inzwischen in die Jahre gekommene Fahrzeug von einem neuen Löschgruppenfahrzeug abgelöst. Da das Gerätehaus nun den Ansprüchen in keinerlei Hinsicht mehr gerecht wurde, wurde der Umbau der alten Schule zum neuen Feuerwehrgerätehaus beschlossen.